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Dienstag, 10. März 2015

21 Grams - Anne Will "Mein Film"

©Silke Weinsheimer
Die seit 2011 laufende Veranstaltungsreihe "Mein Film" der deutschen Filmakademie ging am 05.03.2015 in der Astor Filmlounge in Berlin in die siebte Runde. Nach Gästen wie Per Steinbrück, Paul Breitner, Angela Merkel und Judith Holofernes stand am vergangenen Donnerstag der Lieblingsfilm von Anne Will im Fokus.

Doch worum handelt es sich bei "Mein Film" eigentlich?
Herausragende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sollen ihren Lieblingsfilm vorstellen, der in welcher Art und Weise auch immer, das Leben der Person geprägt hat. Hierbei handelt es sich um ein persönliches Bekenntnis oder um eine Offenbarung, der tiefe Einblicke hinter die Fassade der Prominenz gibt. Einziges Kriterium ist, dass der Gast nicht aus der Filmbranche stammen darf, denn hier geht es nicht um das typische Fachsimpeln eingefleischter Cineasten, sondern um die Gedankengänge und Gefühle, die der Film bei Leuten auslöst, welche nicht hauptberuflich mit der Filmbranche in Kontakt stehen.

Nach ein paar einleitenden Worten der Präsidentin der deutschen Filmakademie, Iris Berben, betrat Anne Will die Bühne um zu erläutern weshalb sie "21 Grams" mitgebracht hat. Gelächter machte sich im Publikum breit als sie zugab, dass sie zunächst den allseits beliebten Disney Klassiker "Bambi" mitbringen wollte. Jedoch wurde Ihr im Freundes- und Bekanntenkreis davon abgeraten. Auf der Suche nach einer Alternative dachte Anne an "21 Grams", da dieser Streifen oftmals für Denk- sowie Diskussionsanstöße herhalten musste. So fiel die Entscheidung letztendlich auf diesen Film, obgleich sie wusste, dass es sich hierbei um einen Film handelt, der düster ist und durch seinen Tiefgang nicht als leichte Kost abgestempelt werden kann. Vor allem die Suche nach einer Originalkopie des Films mit deutschem Untertitel gestaltete sich im Vorfeld der Veranstaltung recht schwer. Glücklicherweise konnte der Constantin Filmverleih noch eine Kopie im Archiv finden.

"21 Grams" ©2003, Focus Features
So konnte die Vorstellung von "21 Grams" glücklicherweise doch wie geplant stattfinden. Bei dem Film handelt es sich um einen Episodenfilm, der vom frisch oscarprämierten Regisseur Alejandro González Iñárritu inszeniert und im Jahre 2003 veröffentlicht wurde. Er erzählt die Geschichte von drei Personen, die durch einen Schicksalschlag miteinander verbunden sind.  Im Verlauf der Story wechselt die zeitliche Erzählebene ständig. Der Regisseur arbeitet dabei immer wieder mit knallharten Schnitten. So wird etwa direkt nach einer ruhigen Trauerszene eine wilde Partie gefeiert. Vollkommen unerwartet beginnt die nächste Szene und der Zuschauer muss sich erstmal wieder sammeln und schauen wo man sich nun befindet. Dadurch bindet Alejandro die Zuschauer an den Film, denn wer nicht aufpasst, dem droht der Film zu entgleiten. Obwohl "21 Grams" zunächst durch seine Struktur sehr verwirrend wirkt, lichtet sich mit der Zeit der Schleier und die verwobene Geschichte kann sich gänzlich entfalten. Ein Puzzleteil fügt sich ins nächste und am Ende hat man eine großartig erzählte Geschichte mit einer Starbesetzung, die wie ein Zahnrad ineinander greift. Großes Kino, das zum diskutieren anregt.

"21 Grams" ©2003, Focus Features
Dementsprechend gab es im Anschluss eine Podiumsdiskussion zwischen Anne Will und Marc Bauder, seineszeichens Regisseur und Mitglied der deutschen Filmakademie. Darüber hinaus ist er zusammen mit seinem Bruder Christopher Bauder maßgeblich verantwortlich für die Lichtgrenze in Berlin gewesen, die vom 7. November bis 9. Novemberin Berlin zum 25. Jubiläum des Mauerfalls zu sehen war.
Unter Zustimmung von Anne Will lobte Marc Bauder "21 Grams" indem er den Film als erstklassig titulierte. Er sagte, dass es sich um einen Film handle, der ein breites Spektrum an Emotionen bediene und tiefgehende Fragen aufwerfe. Während der Filmbesprechung wurden verschiedene Szenen des Films diskutiert, aber auch weitergehende Themen wurden besprochen. So stellte Marc Bauder die Frage, wie es käme, dass es uns Menschen trotz zahlreichen und leichteren Kommunikationswegen als früher immer schwerer falle mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren. Stellt man sich einen ganz normalen Tag vor, so entsteht doch häufig folgende Situation: Man will nur ganz kurz aufs Handy schauen und wird direkt mit Nachrichten von Twitter, Facebook, SMS, E-Mail und WhatsApp überschwemmt. Selbst wenn man Personen sieht, die gerade mit Freunden oder Bekannten unterwegs sind, wird ständig aufs Handy geschaut. Sollte man sich nicht auf die Mitmenschen konzentrieren statt sich durch jede Kleinigkeit, die auf dem Display aufleuchtet unterbrechen zu lassen? Fakt ist, dass wir zu sehr von anderen Dingen abgelenkt werden, die uns in Sachen Kommunikation und Menschennähe dazwischen kommen. Zu diesem Schluss kam auch Anne im Gespräch und führte anschließend den Überfluss an Informationen an. Onlinemedien, Nachrichten, soziale Netzwerke, YouTube, Wikipedia - überall kann man sich Informationen besorgen und von allen Seiten prasseln diese auf uns ein. Doch die meisten Informationen, die wir aufnehmen sind nur kurzlebig. Ein Grund dafür ist, dass wir uns nur kurz damit befassen und im nächsten Moment gibt es bereits tausende von neuen Meldungen für die unser Gehirn erst wieder Platz schaffen muss und dadurch das zuvor aufgenommene wissen direkt wieder ausgeblendet wird. Um dem entgegen zu wirken müssten die Menschen sich wieder auf die wichtigen Dinge fokussieren. Dinge die einem wichtig sind? Da wären wir schon bei der Frage. "Wer will ich eigentlich sein?"

Diese Frage lasse ich für Euch einfach mal unkommentiert stehen. Feel free to think about it!

"21 Grams" ©2003, Focus Features
Schlussendlich muss ich sagen, dass es sich bei der "Mein Film" Veranstaltungsreihe um ein absolut schönes Event der deutschen Filmakademie handelt. Es war schön einen älteren Film auf der heutigen Kinoleinwand zu sehen. Auf der einen Seite hat man dieses technisch in die Jahre gekommene Werk, auf der anderen Seite das moderne Eventkino. Eine Mischung, die es meiner Meinung zu selten gibt. Schade fand ich, dass der Altersschnitt im Publikum recht hoch war. Damit habe ich nicht gerechnet, da es sich hier um ein wirklich interessantes und spannendes Projekt handelt. Dazu dieser hochkarätiger Streifen und die inspirierende Podiumsdiskussion im Anschluss, die mich selbst vier Tage später noch gedankenvoll macht.

Sonntag, 23. März 2014

Filme, die von einem Drachen profitiert hätten


Vor einiger Zeit gab es im Media Monday 137 folgende Frage: "Welcher Film hätte eurer Meinung nach durch die Beteiligung von Drachen enorm gewonnen?"
Da die Frage, meiner Meinung nach, nur wenig kreative Antworten hervorbrachte, möchte ich heute etwas ausführlicher auf die Frage eingehen.

Drachen spielen in Fantasywelten häufig eine Rolle, doch in Filmen sind sie eher selten zu begutachten. Dabei gibt es einige Filmdrachen, die uns in Erinnerung geblieben sind.
Sei es der tollpatschige Mushu in "Mulan", der stimmgewaltige Smaug aus den "Der Hobbit" Filmen oder den liebenswerten Fuchur in "Die unendlichen Geschichte". Wir haben fünf Filme gesucht, die durch einen Drachen besser wären.

5 Filme, die mit einem Drachen besser wären



5. After Earth
2013 / Regie: M. Night Shyamalan

Ein Film mit Will und Jaden Smith klingt im ersten Moment sehr interessant, doch zwei Goldfische im Aquarium hätten einen besseren Unterhaltungsfaktor als das Familienduo in "After Earth". Dabei bietet eine verwilderte Welt Spielraum für viele Ideen. Man stelle sich folgendes vor: Die Erde wird von Drachen  regiert und Kitai muss auf der Suche nach dem Funkgerät durch kontrollierte Gebiete. Während er die meiste Zeit unentdeckt bleibt, bemerkt ihn ein Babydrache und beginnt dem Helden zu folgen. Dies stellt eine große Bedrohung dar, denn der kleine Drache könnte die Aufmerksamkeit auf den Menschen lenken. Obwohl sich die Beiden mit der Zeit anfreunden, denken die Drachen, dass Kitai den Kleinen entführt hat und eine wilde Jagd beginnt.

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4. Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele
2012 / Regie: Gary Ross

„Twilight“ ist tot, es lebe „Die Tribute von Panem“. Bei den Hunger Games zählt nur eine Regel: Der letzte Überlebende gewinnt. Bis auf Katniss und Peeta sind bereits alle dahingeschieden, doch sie denken nicht im Traum daran die Spiele zu beenden. Um eine Entscheidung zu erzwingen, entschließt sich Präsident Snow zwei wildgewordene Großkatzen loszulassen. Um diesen zu entkommen, fliehen die Finalisten auf eine Anhöhe. Wenn ein Drache im Spiel gewesen wäre, hätte dieser kein Problem damit gehabt die Anhöhe zu attackieren. Stattdessen müssen die Beiden in den Wald fliehen. Dort schneidet ihnen der Drache den Weg ab, indem er diesen in Flammen aufgehen lässt, wodurch das Ende des ersten Teils an Spannung und Dynamik gewinnt.

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3. The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro
2014 / Regie: Marc Webb

Vor dem Reboot war die Skepsis groß und nun ist es die Erwartungshaltung. Oscorp Industries ist eine der führenden Unternehmen in Sachen Kriegsmaschinerie. Da ist es doch naheliegend ein Szenario zu erschaffen, dass auf modernster Technik beruht. Statt einem unter Strom geratenem Bösewicht, könnte das Unternehmen Millionen von winzigen Drohnen entwickelt haben, die kleine EMP- und Stromstöße abfeuern können. An der Frontseite befinden sich kleine Rasiermesser, die bei einem Aufprall Schnittwunden verursachen. Sobald die Drohnen sich formieren nehmen sie die Gestalt eines Drachen an, dessen gebündelter EMP-Stoß komplette Städte lahm legen kann.

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2. Iron Sky
2012 / Regie: Timo Vuorensola

"Iron Sky" wurde das Potenzial zu einem echten Trashfilm attestiert. Doch es haperte an allen Ecken und Enden. Den Trash-Faktor hätte man mit noch nie dagewesenen Space-Dragons in die Höhe treiben können. Als die Nazi's die Erde verlassen, nehmen sie verschiedene Vogelarten mit auf den Mond. Nach jahrelangen Versuchen gelingt es Dr. Richter die DNA der Vögel zu verändern und  erschafft die sogenannten Space-Dragons. Es sind riesige, fliegende Monster, die ohne Sauerstoff überleben können. Bei Invasionsbeginn der Erde, fliegen die Nazi's nicht mit ihrer Raumschiffflotte los, sondern reiten auf ihren Space-Dragons Richtung Heimat.
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1. The Expendables
 2010 / Regie: Sylvester Stallone

Auch wenn "The Expendables" kaum Spielraum für Verbesserungen lässt, könnte folgendes Szenario die Kinnladen runterklappen lassen: Die Söldnereinheit befindet sich auf einer Mission im Nirgendwo. Während sie sich in einer Festung befinden werden sie entdeckt und es wird Alarm geschlagen. Eine wildgewordene Horde von Soldaten, unter der Führung eines kaltblütigen Tyrannen, umzingeln die alte Burg. Beim Fluchtversuch werden drei Söldner verletzt. Es scheint kein Entkommen zu geben, die Munition geht zur Neige und es kann sich nur noch um Sekunden handeln bis die Feinde stürmen. Plötzlich dröhnt aus der Ferne ein furchteinflößendes Kreischen. Kurz darauf erscheint ein Drache, der sich mit rasantem Tempo nähert, über den Baumkronen. Durch eine Welle von Feuerbällen löst er ein wüstes Inferno aus. Explosionen, durch die Luft geschleuderte Angreifer und Schreie bestimmen die Szene. Nachdem auf dem Hof wieder Ruhe eingekehrt ist, verlassen die Söldner fragend die Festung. Die Überraschung ist groß, als sie feststellen, dass sie von Chuck Norris und seinem Hausrachen empfangen werden. 

Dienstag, 6. August 2013

Meet and Greet: Uwe Boll

Hallo Filmfreunde,

wie bereits mehrfach angesprochen war Dr. Uwe Boll am 22.07.2013 in der UCI-Kinowelt Friedrichshain (Berlin) um sein neustes Werk "Assault on Wall Street" vorzustellen. Sämtliche von mir wiedergegebenen Gesprächsausschnitte sind wie üblich Sinngemäß und kein 1:1 Mitschnitt. 

Bevor der Film begann erschien Uwe Boll kurz im Kino, erzählte jedoch nicht viel vom Film, denn er wollte, dass sich jeder im Saal sein eigenes Bild macht. Was er jedoch sagte war folgendes: "Wer Filme wie "Wall Street 2" und "The Margin Call" enttäuschend fand, dem könnte "Assault on Wall Street" vielleicht gefallen." Und mit diesen Worten startete der Film.

Kurz zum Inhalt des Films: In "Assault on Wall Street" geht es um einen Mann Namens Jim, der für eine Sicherheitsfirma als Geldtransporter arbeitet. Seine Frau leidet unter einer schweren Krankheit. Die Behandlungskosten trägt glücklicherweise die Versicherung. Durch die Wirtschaftskrise stellt die Versicherung jedoch die Zahlungen für die Behandlung ein. Jim geht zu seinem Broker um einen Teil seiner Ersparnisse zu holen. Doch auch Jim's Geld ist bei der Wirtschaftskrise schwimmen gegangen. Zu allem Überfluss verliert Jim seinen Job und anschließend seine Frau. Nach Tagen des trauerns entschließt sich Jim, auf der Wall Street, durch Waffengewalt aufzuräumen.


Der Film endete, Uwe Boll kam ins Kino und es gab einen verhaltenen Applaus. Uwe Boll begann die Fragerunde mit ein paar Fakten über die Wirtschaftskrise und seine Intention, weshalb er "Assault on Wall Street" machen wollte. Zum einen fand er, wie bereits angesprochen den Film Wall Street sowie weitere Filme die von der Finanzkrise handeln scheiße. Vor allem weil diese immer nur aus Sicht der Bänker gedreht sind und immer als die armen Verlierer dastehen. Doch in Wirklichkeit sind nicht die Bänker die Verlierer. Obwohl die Banken pleite gegangen sind haben 8.000 New Yorker 10.000.000 USD + 50.000 bis 80.000 USD an Spesen verdient. Darüberhinaus nahmen sich in den USA wegen der Wirtschaftskrise rund 5.000 Menschen, die alles verloren haben, Ihr Leben.

Dann wechselte Uwe Boll das Thema auf den Hauptdarsteller Domenic Purcell. Er erzählte, dass Domenic, bekannt aus Prison Break, nicht seine erste Wahl für diesen Streifen war. Eigentlich sollte Gerard Buttler die Hauptrolle bekommen, dieser war jedoch bereits für ein anderes Projekt gebucht und so fiel die Wahl irgendwann auf Domenic Purcell. Auf der einen Seite sehr interessant zu erfahren, wie die Suche nach dem Hauptdarsteller sich entwickelte. Dem Hauptdarsteller gegenüber jedoch irgendwie Respektlos der breiten Masse direkt zu sagen, dass dieser nicht die erste Wahl war. Domenic sagte nach Erhalt des Drehbuchs direkt zu. Das lag unter anderem auch daran, dass Domenic Purcell selbst durch die Finanzkrise eine Menge Geld verloren hatte und im wahrsten Sinne des Wortes Pleite war. Im persönlichem Gespräch mit Uwe Boll soll er gesagt haben: "Gib mir die Waffe ich schieße sie alle ab." 


Nun starteten die ersten Zuschauer mit Fragen. Zunächst ging es wieder um die Intention des Films und den finanziellen Verlust der Bürger. Da erinnerte ich mich an meine Frage auf Facebook und hier im Blog was Ihr denn gerne von Uwe Boll wissen möchten. Da kam die Frage auf: "Wo ist das Gold?" Diese Frage fand ich etwas zu plump. Daher fragte ich ihn: "Herr Boll, wie wir alle wissen finanzieren Sie Ihre Filme hauptsächlich mit Gold. Nun ist es doch so, dass der Goldpreis seit der Finanzkrise erheblich gestiegen ist und Sie dementsprechend durch diese profitiert haben. Wie können Sie also hinter Ihrem Film stehen?". Da musste Uwe Boll erstmal lachen, sprach das altbekannte Nazigold an und sagte schließlich: "Nun was soll ich sagen, das kann ich nicht dementieren." Irgendwie hat diese Frage die ganze Runde etwas aufgelockert und es meldeten sich mehr Leute im Saal. Eine weitere Frage war, wieso der Hauptprotagonist nicht wie in Rampage die gesamte Wall Street in Schutt und Asche zerlegt hat. Die Antwort war kurz und knapp: "Ich wollte, dass der Film realistischer und nachvollziehbarer wird."

Die Diskussion ging nun immer weiter auf den Hauptprotagonisten ein. Wieso tat er dies, wieso dies und warum hat er nicht so gehandelt? Alle fragen beantwortete Uwe Boll sehr offen und für den Film auch mehr oder weniger schlüssig. Jim war z.B. bei einem Anwalt, dieser hat ihn allerdings statt zu helfen nur noch mehr ausgenommen. So kommt Uwe Boll zu dem Schluss, wenn die Justiz einem nicht hilft wieso sollte man dann die Sache  nicht selbst in die Hand nehmen. Bzw. noch einen Schritt weiter wenn der Staat sich nicht an die geltenden Gesetze hält, wieso zur Hölle sollte man es selber tun? Und hier hörte der "Appell" nicht auf. Weiter ging es mit Sprüchen wie: "Siehe die RAF, die haben wenigstens was in die Luft gesprengt um Ihre Meinung zu äußern." Der Leidensdruck von Personen, die Entscheidungen treffen muss größer werden. Wenn Bänker diesen Film schauen und Angst bekommen ist das gut, denn so geben Sie sich mehr Mühe die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Weiter ging es dann mit einer kleinen nationalen Politikdebatte. Wen kann man wählen? Eigentlich niemanden, denn egal wen man fragt, man hört nur Politikgeschwafel - "Absurdität auf Kneipen-Niveau". Er versteht nicht, wieso sich kein deutscher Politiker hinter Snowden stellt. Er ist ein Held, der der Politik in den Arsch tritt und die normalen Bürger aufklärt, was hinter deren Rücken geschieht. Wenn Uwe Boll könnte, würde er ihm Asyl gewähren. Vertrauen in die Politik ist blanker Irrsinn. Und am schlimmsten sind die deutschen Staatsmedien, die alles reinwaschen, was die Politik verbockt. Dann ein kurzer Schwenk Richtung USA. Uwe Boll hatte große Hoffnungen und Erwartungen in Obama. Er hoffte, dass die sinnlosen Kriege und die Probleme in den Staaten endlich ein Ende finden und es eine Trendwende gibt. Doch die Hoffnungen wurden allesamt enttäuscht. 


Zu guter Letzt wurde die Diskussion von den Fragenstellenden in andere Richtungen gelenkt. So stellten Sie Uwe Boll Fragen zu seinem Filmgeschmack. Da Uwe Boll viel über andere Filme gemeckert hat z.B. über Pacific Rim, der Film von dem fetten Mexikaner den alle toll finden und White House Down, fragte einer welche Filme denn Herrn Boll gefielen. Dieser antwortete mit Titeln wie "There will be Blood" und "Drive". Diese Filme haben es ihm angetan, da Sie nicht der übliche Einheitsbrei sind. Filme die sich von der breiten Masse abheben. Neben dem fetten Mexikaner bekam dann auch gleich Quentin Tarrantino sein Fett weg. Der dreht schließlich auch immer nur den selben Scheiß ohne Abwechslung und trotzdem feiern Ihn die Leute.

Langsam nährte sich die Diskussion dem Ende doch ein Zuschauer stellte noch beherzt die Frage, ob Uwe Boll einen Job für Ihn hätte. Er habe gerade sein Studium abgeschlossen und würde jetzt gern ins Filmgeschäft einsteigen. Uwe Boll verwies auf seine Produktionsfirma und die Fragerunde nahm sein Ende. Vorm Kino nahm sich Uwe Boll noch die Zeit und verteilte Autogramme und beantwortete weitere Fragen.

Im großen und ganzen war ich von Uwe Boll allerdings enttäuscht. Aus Interviews und Videos kennt man ihn eher von der lustigen Seite mit Hang zu Seitenhieben. Das hier wirkte auf weiten Strecken jedoch eher wie eine persönliche Politikvendetta und wie ein Vorstellungstag einer Sekte in der Selbstjustiz und Amokläufe gute Mittel sind um seine Meinung zu vertreten.

Mittwoch, 10. April 2013

Elysium Trailer Launch Event

Hallo Filmfreunde,

wie bereits beim Media „Thursday“ erwähnt war ich am Montag, den 08.04.2013 beim Elysium Trailer Launch Event mit Matt Damon im Sony Center Berlin. Anfangs war ich etwas skeptisch, warum ich jetzt ins Kino gehe um mir einen Trailer sowie 10 Minuten als Preview vom Film anzusehen. Ich kann gar nicht sagen wann die Skepsis verflogen ist. Ob schon beim entgegennehmen des Popcorns + Softdrink oder erst als Matt Damon die Bühne betrat. Aber das spielt auch keine Rolle, denn das Event bot neben einer verdammt geilen Präsentation des Trailers einen gutgelaunten und humorvollen Matt Damon. Machen wir es einfach wie beim Event und starten mit dem Trailer. Im Kino gab es den bereits auf Deutsch zu sehen, allerdings wurde der deutsche Trailer noch nicht freigegeben, weshalb ich euch an dieser Stelle nur den englischsprachigen bieten kann.



Nach dem Trailer gab es ein wenig Smalltalk. Aus L.A wurden noch Regiesseur Neil Blomkamp und Schauspielerkollege Sharlto Copley zugeschalten.

Alles, was ich über das Event schreibe ist nicht zitiert sondern Sinngemäß.

Auf die Frage, weshalb Matt Damon sich für diesen Film entschieden habe sagte er, dass er es von Neil Blomkamp genial fand, dass dieser die Geschichte bereits vollends bis ins kleinste Detail vor Augen hatte. Es war nicht nur ein Drehbuch, dass Matt Damon vorgelegt bekam.
Der Moderator aus L.A. fragte Matt Damon, wie hart er für den Körper in Elysium trainieren musste. Zunächst erwiderte Matt, dass es ihm wesentlich schwieriger gefallen ist als vor zehn Jahren und dass seine Frau ihn für den nächsten Film wohl nicht nochmal bis zu vier Stunden am Tag ins Fitnessstudio gehen lassen würde. Er musste das Training seiner Frau gegenüber damit verteidigen, dass er dafür immerhin bezahlt wird. Anschließend fügte er hinzu, dass seiner Frau die paar Monate mit dem durchtrainierten Matt sehr gut gefallen haben, bis der echte Matt wieder da war.
Die nötige Motivation für das Training schließt Matt Damon darauf zurück, dass Neil ihm vorgegeben hat wie der Hauptcharakter in Elysium auszusehen hat. Durch diese konkreten Vorgaben wusste Matt Damon genau worauf er sich vorbereiten muss und wie das Ergebnis am Ende auszusehen hat. Bei einem Vorher- Nachherfoto sagte Neil, dass es genau das ist was er sich vorgestellt habe.


Dann folgte die 10 Minuten Preview. Aneinandergereihte Ausschnitte aus dem Film, die perfekt ineinander griffen und fast wie ein überdimensionaler Trailer erschienen. Viel Action, viel Witz, viel WOW-Effekte. Man erkennt definitiv die Handschrift des District 9 Regiesseurs. Ohne zu viel versprechen zu wollen, aber wer bereits District 9 Top fand, wird mit Elysium mehr als zufrieden sein. Es waren unglaubliche 10 Minuten, die viel zu schnell zu Ende waren. Wenn es möglich gewesen wäre, hätte ich mir wohl direkt Tickets vorbestellt.
Nach diesen 10 Minuten gab es tobenden Applaus. Und das meiner Ansicht nach völlig zurecht.

Die Schalte nach L.A. wurde beendet und es folgte eine Fragerunde bei der die Kinobesucher fragen an Matt Damon stellen konnten.

Unter anderem wurde er auf deutsche Synchronsprecher angesprochen und wie ihm seine deutsche Stimme gefiele. Er lobte seinen Synchronsprecher. Er habe ihn nun zum ersten mal gehört und findet, dass er gute Leistung bringt. Die Emotionen werden richtig rübergebracht und sich der Synchronsprecher wohl sehr viel mühe gebe. Allgemein seien Synchronsprecher wichtig für die Internationalisierung von Filmen und solange sie einen guten Job machen sollte man auch versuchen seinen Synchronsprecher zu behalten.

Impressionen des Events

Ein Fan sagte zu Matt Damon ihn erinnere Elysium an den Ost- Westkonflikt in Berlin. Er fragte Matt Damon ob er etwas über die Geschichte von Berlin wüsste und wie er die Sache sieht.
Matt antwortete zunächst: "Weißt du Junge ich bin etwas älter als du, ich kenne die Geschichte Berlins sehr gut." Anschließend erzählte er, dass er sich über diese Thematik in Bezug auf Elysium noch keine Gedanken gemacht habe. Er sieht in Elysium viel mehr die parallele zur 1% / 99% Debatte die derzeit weit verbreitet ist.

Auch skurrile Fragen waren dabei. 
Eine fast hyperventilierende Frau erzählte Matt Damon davon, dass Sie 3000 Freunde auf Facebook hätte und dass sie denen von dem Besuch der Veranstaltung erzählte. Sie fragte nach einem Foto mit ihm, damit sie einen Beweis hätte dass sie ihn tatsächlich getroffen habe.
Teaser Plakat
Matt Damon erzählte daraufhin eine kleine Anekdote. Er habe mal eine Frau getroffen, die sich riesig gefreut hatte ihn endlich zu treffen. Matt stand vor ihr und meinte, er könne sich gerade nicht erinnern. Er entschuldigte sich. Er kenne viele Personen von der Schule, Universität, von den Reisen und den Filmdrehs. Das Gesicht der Frau wurde immer länger. Sie fragte ihn: "You are not on Facebook?" und er antwortete mit "Nein.". Sie war schockiert, er fragte was los sei. Die Frau hatte wohl mit einem Fakeprofil eine Beziehung gehabt.

Doch wie es kommen musste, war die Zeit auch bald schon rum und so verabschiedete sich Matt Damon und die Veranstaltung wurde beendet. Beim verlassen des Kinos gab es dann für die Besucher noch ein kleines Give-Away in Form des offiziellen Teaser Plakats.

Alles in allem ein wirklich tolles Event! Ein rundum gelungener Abend. Wie findet Ihr die ersten Szenen aus Elysium und werdet Ihr ihn euch ansehen? Ich bin auf eure Meinung gespannt!

Montag, 4. Juni 2012

Ich möchte euch die erste Episode unserer Sendung präsentieren! Wir freuen uns sehr, dass wir es geschafft haben, die erste Episode abzudrehen und sie euch vorstellen zu dürfen. Ich hoffe, dass sie euch gefällt.